Die tiefen Wurzeln der christlichen Freikirchen oder die „Wiederkehr des Verdrängten“?

Autorin: Dr. Hella Hagspiel-Keller, www. hella-hagspiel-keller.com
Vortrag an der Fakultät Religionswissenschaft KF- Universität Graz

Den evangelischen und evangelikalen Freikirchen ist es nach jahrelangem Ringen gelungen, nun auch in Österreich in einem Zusammenschluss als „christliche Freikirchen“ staatlich anerkannt zu werden. Obwohl solche Freikirchen in Österreich aus verständlichen Gründen nur eine kleine Minderheit darstellen, machen sie weltweit inzwischen mehr als ein Drittel (39,8%)¹ der Christenheit aus und vermehren sich rasant weiter. Was weithin relativ unbekannt sein dürfte ist die Tatsache, dass sich viele dieser christlichen Freikirchen auf sehr alte europäische Wurzeln berufen.
Erweckungs- und Reformbewegungen hat es gegeben seit die urchristliche Gemeinde zum Staatschristentum avancierte, seit dem Beginn des Konstantinischen Zeitalters im 4. und 5. Jahrhundert und der Machtergreifung Roms über den christlichen Glauben.
Historisch gesehen haben reformerische Gruppen wie die Waldenser, die Brüdergemeinden, die Mennoniten und Baptisten, die Pietisten und Methodisten die Verfolgung überlebt und ihr Gedankengut lebt in den heutigen evangelischen und evangelikalen Freikirchen weiter. Lange wurde dies entstellt und/oder verdrängt und totgeschwiegen. Im Folgenden möchte ich deshalb einen kurzen Überblick zum Thema Freikirchen geben und die langen und tiefen Wurzeln und Entwicklungsgeschichte oben genannter reformerischer Gruppen aufzeigen.

Was sind Freikirchen?

Der Begriff Freikirche² bezeichnete ursprünglich eine christliche Kirche, die vom Staat unabhängig ist – im Gegensatz zu einer Staatskirche. Der Begriff Freikirche ist für uns, auch heute noch, nur auf dem Hintergrund der Existenz von Groß- oder Volkskirchen zu erfassen.

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